Donnerstag, 03 August 2017 00:00

Referendare und Beamtenanwärter – Krankenversicherung nach der Ausbildung

Für viele Referendare und Beamte in Ausbildung stellt sich die Frage der Krankenversicherung nach Abschluss der Ausbildung. Häufig besteht für eine bestimmte Zeit kein Beihilfeanspruch - wie verhält es sich dann mit der privaten Krankenversicherung?

Die Situation
Fast alle Beamten in Ausbildung und Lehramtsanwärter sind für die Dauer Ihrer Ausbildung in einer privaten Krankenversicherung und erhalten Beihilfe.
Nach Abschluss der Ausbildung dauert es oft einige Wochen oder Monate bis zur Übernahme in das Beamtenverhältnis oder es wird zunächst nur ein Vertrag als Angestellte(r) angeboten. Für diese Zeit besteht dann kein Anspruch auf Beihilfe.

Was tun wenn der Beihilfeanspruch entfällt?
Was im Einzelfall zu tun ist von der jeweiligen persönlichen Situation abhängig. Die Möglichkeiten zeigen wir hier im Einzelnen auf.

Sie haben zunächst keine Anstellung und sind arbeitslos
In diesem Fall ist es erforderlich die Krankenversicherung dem geänderten Bedarf anzupassen. Da Ihr Beihilfeanspruch entfällt, ist der Versicherungsschutz auf 100% zu erhöhen.

Unter bestimmten Voraussetzungen können für diese Zeit weiterhin die günstigen „Ausbildungstarife“ erhalten. Dies ist vom Angebot Ihrer Krankenversicherung abhängig.

Bei der DBV Krankenversicherung kann der „Übergangstarif“ VIS B00-U bis zum 39. Lebensjahr und für die Dauer von maximal 18 Monaten gewährt werden.

Wichtig: Haben Sie „Zusatzleistungen“ wie beispielsweise das 2-Bett-Zimmer im Krankenhaus versichert, so sind diese Tarife in eine Anwartschaftsversicherung umzuwandeln. Haben Sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder Anspruch auf Beihilfe, so können diese wieder „aktiviert“ werden ohne dass eine Gesundheitsprüfung erforderlich ist.

Sie haben einen Vertrag als Angestellte(r)
Mit der Aufnahme einer Tätigkeit im Angestelltenverhältnis werden Sie normalerweise in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) versicherungspflichtig.

Für Ihre private Krankenversicherung bedeutet dies, dass es sinnvoll ist, diese in eine Anwartschaftsversicherung umzuwandeln.

Für einen geringen monatlichen Beitrag sichern Sie sich die Rückkehr in die private Krankenversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Familienversicherung
Haben Sie die Möglichkeit einer beitragsfreien Familienversicherung, dann können Sie Ihre private Krankenversicherung für die Zeit in eine Anwartschaftsversicherung umwandeln.

Auch in diesem Fall sichern Sie sich so die Rückkehr in die private Krankenversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Übernahme in das Beamtenverhältnis
Haben Sie das Glück direkt in das Beamtenverhältnis auf Widerruf oder auf Lebenszeit berufen zu werden, dann wird Ihre private Krankenversicherung von Ausbildungstarifen“ in Tarife mit Alterungsrückstellung umgestellt. Die Leistungen sind in der Regel die gleichen – der Unterschied ist, dass nun Rückstellungen für das Alter gebildet werden. Eine Information zu den Alterungsrückstellungen finden Sie hier.

Darüber hinaus ist zu prüfen, ob sich Ihr Beihilfeanspruch ändert, beispielsweise wenn Sie in einem anderen Bundesland tätig sind. Da die Beihilfeleistungen je nach Bundesland verschieden sein können, besteht hier Anpassungsbedarf um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Viele Tarife der privaten Krankenversicherung bieten auch die Möglichkeit bei der ersten Verbeamtung auf Widerruf oder Lebenszeit den Versicherungsschutz zu erweitern.
Sie können also bisher nicht versicherte Leistungen ohne neue Gesundheitsprüfung zusätzlich einschließen. Fragen Sie hierzu bei Ihrer Krankenversicherung nach den Möglichkeiten.

 


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